Wenn die 2,6 Milliarden Christinnen und Christen weltweit ernst nehmen würden, was „Bewahrung der Schöpfung“ bedeutet, hätten Klimaschutz, Artenschutz und nachhaltiges Wirtschaften einen höheren Stellenwert. Die letzten Jahre haben gezeigt, dass Wissen um die Krisen nicht ausreicht, um nachhaltig tätig zu werden, sonst würde viel mehr geschehen. Es braucht neue Narrative, um auch Emotionen anzusprechen und Motivation zu erzeugen. Dabei kann der Rekurs auf biblische Texte hilfreich sein: Mehrere Texte der christlichen Bibel sprechen und singen staunend von Gottes wunderbarer Welt – und sehr differenziert von der Rolle der Menschen darin.

Im Seminar werden biblische Texte über die Schöpfung mit exegetischen Methoden erarbeitet. Daraus resultieren ethische Herausforderungen, affektive Berührungspunkte und Motivationen für das Verhalten. Kernbotschaften sollen identifiziert, formuliert und in medial vermittelbare Formen und Narrationen gebracht werden: kurze Radiobeiträge, Instagram-Posts, Web-Artikel oder Beiträge für die Kirchenzeitung. Diese sollen verschiedene Zielgruppen von der biblischen Botschaft her ansprechen und motivieren, die eigene Haltung zum Schutz der Mitwelt sowie das eigene Verhalten (Konsum, Reisen, Ernährung) zu überdenken. Dabei erhalten die Teilnehmenden Unterstützung von einem Experten und einer Expertin.

Für einen anregenden Austausch sorgt die gemeinsame Teilnahme von Studierenden aus Mainz und Trier. Um ein intensives Arbeiten zu ermöglichen, findet das Seminar als Blockseminar statt, einmal in Trier (8./9. Mai) und einmal in Mainz (19./20. Juni). Darüber hinaus gibt es eine online-Auftaktsitzung (7.4., 15-17 Uhr) sowie in Maßen Eigenarbeitszeit außerhalb der Sitzungen.

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