Aktuelles

Studie zu Epiphanie und Theophanie im AT

Thomas Hieke
Gott erscheint. Epiphanie und Theophanie im Alten Testament
Mit einem Beitrag von Franziska Rauh
Freiburg i.Br. [u.a.]: Herder 2024, 192 Seiten, 22,00 €
ISBN: 978-3-451-39759-2

Das Erscheinen Gottes im Alten Testament (Epiphanie, Theophanie) ist ein Widerspruch in sich. Es ist unmöglich, dass Gott Menschen erscheint und sie Gott sehen. Dennoch erzählt die Bibel von solchen Begegnungen, sie werden erbeten oder für die Zukunft angekündigt. Wenn Gott erscheint, erfährt man nie, wie Gott aussieht. Die Menschen nehmen Wirkungen wahr: Feuer, Wolke, Gewitter, Sturm, Erdbeben – und die Stimme verschwebenden Schweigens (Elija). Wenn Gott kommt, verändert sich die Welt. Diese Studie untersucht Begriffe und Konzepte, Phänomene und Texte, die das Unmögliche in Worte fassen. Ein tiefer Einblick in die biblische Theologie zeigt das Ringen darum, die Unendlichkeit Gottes mit der begrenzten Vorstellung der Menschen zu verbinden.

https://www.herder.de/theologie-pastoral/shop/p2/84546-gott-erscheint-gebundene-ausgabe/

Die Welt – mit oder ohne Menschen?

Wäre die Welt besser ohne die Menschen? So könnte man fragen angesichts der Zerstörungen, die der Mensch anrichtet. Prof. Dr. Thomas Hieke hat die Morgenfeier auf hr2 am 8.10.2023 gestaltet. Er träumt davon, dass der Mensch seine Rolle in der Schöpfung überdenkt – und sich ernsthafter als Stellvertreter Gottes begreift.

Sie können die Sendung hier nachhören und nachlesen:

https://www.kirche-im-hr.de/sendungen/2023/hr2-morgenfeier/10/08-die-welt-ohne-oder-mit-menschen/

Das Gerede von der "Gender-Ideologie"

Es gibt nur Mann und Frau, diese haben heterosexuell und fortpflanzungswillig zu sein – so die Lehre der katholischen Kirche. Prof. Dr. Thomas Hieke hält das aber für eine absichtlich falsche Auslegung der Bibel, die nur der Sicherung der Macht und der Interessen bestimmter Kreise diene. Hören Sie das Interview mit Dr. Christiane Florin im Deutschlandfunk vom 2. Oktober 2023.

Kein Segen für Homophobie

Noch immer wird mit der Bibel gegen Homosexuelle gehetzt, obwohl es dafür keine Grundlage in den biblischen Texten gibt. Gegen diesen Missbrauch wehrt sich Prof. Dr. Thomas Hieke in einem Beitrag zum theologischen Feuilleton feinschwarz.net.

Gegen Diskriminierung mithilfe der Bibel

Unter dem Titel "Mehr als Mann und Frau: Die Bibel steht gegen Diskriminierung ein" hat Prof. Dr. Thomas Hieke in einem Interview mit katholisch.de (Felix Neumann) auf die Äußerungen des Nuntius Erzbischof Nikola Eterović anlässlich der Eröffnung der Herbst-Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz am 25.09.2023 in Wiesbaden-Naurod reagiert. Dieses Grußwort hat heftige Kontroversen ausgelöst. In ihm wird ein vermeintlich christliches und biblisches Menschenbild heraufbeschworen, das so nicht zutreffen ist, aber sich dazu eignet und gebraucht wird, um bestimmte Minderheiten zu diskriminieren und zu diffamieren. Insofern wehrt sich Prof. Hieke gegen „eine Instrumentalisierung der biblischen Texte, gegen eine engführende Ideologie, die die Bibel und ihre Autorität missbraucht, um Menschen auszugrenzen“.

(Foto: Thomas Hieke, CC 4.0 BY NC SA)

Gastvortrag zu Psalm 49

Ps 49. Methodische Herausforderungen im Umgang mit einem „dunklen“ Psalm

Am Donnerstag, 29.06.2023, ist Dr. des. Kirsten M. Schäfers (Bochum/Bonn) zu Gast in der Vorlesung von Prof. Dr. Thomas Hieke. Sie spricht über Psalm 49, ein Text, der ausgespannt ist zwischen Sätzen wie "Der Mensch bleibt nicht in seiner Pracht, er gleicht dem Vieh, das verstummt" und "Gott wird mich auslösen aus der Gewalt der Unterwelt". Starke Worte, die uns Kirsten Schäfers erschließen wird. Herzliche Einladung!
Ort: T5, Zeit: 12.15-13.45 Uhr.

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Freiheit, Sexualität und Bibel

Bibeltag am 14.01.2023 in Frankfurt am Main

Freiheit, Sexualität, Bibel – unlösbare Widersprüche? Mit diesem Thema beschäftigt sich ein Studientag zur Bibel in St. Franziskus (Frankfurt) am Samstag, 14.01.2023.

Eine jahrhundertealte Sexualmoral, die gegen heutige humanwissenschaftliche Erkenntnisse steht, glaubt die Bibel auf ihrer Seite zu haben. Dem ist aber nicht so. Exegetische Forschungen der letzten Jahrzehnte zeigen, dass die biblischen Texte keineswegs so festgelegt sind, wie man landläufig denkt. Es steckt in diesen Texten mehr, als manchem lieb ist. Prof. Dr. Thomas Hieke (JGU Mainz, Katholisch-Theologische Fakultät) wird dazu an dem Studientag zur Bibel informieren und Rede und Antwort stehen.

Es soll um den Zusammenhang von Freiheit, Sexualität und den entsprechenden biblischen Texten gehen. Vormittags werden anhand der vermeintlich bekannten Texte aus der Urgeschichte (Genesis) Fragen zum biblischen Menschenbild diskutiert. Der Nachmittag dreht sich um die Gestaltung menschlicher Geschlechtsbeziehungen anhand ausgewählter alttestamentlicher Texte.

Nähere Informationen zu Ort, Zeit, Programm und Anmeldung finden Sie hier.

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Radiobeitrag zu Bibel um-gehen

"Und nun ein Buchtipp für die Feiertage - wenn Sie an der Bibel interessiert sind, sich aber fragen, warum in der Bibel so oft von Gewalt und Krieg – auch im Namen Gottes – erzählt wird. Wie man mit problematischen Bibeltexten umgehen kann, dafür weist das Buch „Bibel umgehen“ den Weg." Ein Beitrag von Mag. Stefanie Jeller für das Allegro Magazin bei radio klassik Stephansdom (Wien) mit Audioeinspielungen von Prof. Dr. Thomas Hieke (Audiofile).

Theologisches Studienjahr

Prof. Dr. Thomas Hieke reist vom 19. bis 26.11.2022 nach Jerusalem, um im Theologischen Studienjahr zu unterrichten. Das Thema seiner einstündigen (1 SWS) Vorlesung lautet: "Essen als Zeichen des von Gott geschenkten Heils: gestern (Chronik) – heute (Kohelet) – morgen (prophetische Literatur)". Vorträge werden sich mit Bibelarbeiten mit den Studierenden im Studienjahr abwechseln.

Text und Ordnung

Am 05.11.2022 hält Prof. Dr. Thomas Hieke einen Vortrag auf der digitalen Tagung des Hans-von-Soden-Instituts für Theologische Forschung an der Philipps-Universität Marburg. Die Tagung beginnt um 10.00 Uhr, der Vortrag ist um 14.15 Uhr. Thema: "Texte (be)schreiben Ordnungen (vor). Das Verhältnis von Beschreiben und Vorschreiben an einigen Beispielen aus dem Heiligkeitsgesetz (Lev 17-26)". Das Tagungsthema lautet: "Alles in Ordnung!? Wie Gesetz, Gedanken und Gefühle das Leben (be)stimmen" (zum Flyer).