Aktuelles

Reise nach Israel/Palästina 13.-24. März 2022

Vom 13.-24. März 2022 reisten 16 Studierende der JGU Mainz - meist mit dem Fach "Katholische Theologie" - mit Prof. Dr. Thomas Hieke ins Heilige Land nach Israel/Palästina. Die Reise sollte schon im März 2020 stattfinden und wurde wegen der Covid-19-Pandemie immer wieder verschoben. Im Vorfeld gab es auch noch im März 2022 große Schwierigkeiten (z.B. wurde kurzfristig der Abflugsort nach Berlin, BER, verlegt). Dennoch ist die Reise sehr gut gelungen und hat alle Teilnehmenden enorm beeindruckt. Hier ist das Programm der Reise.

Ein ausführlicher Bericht über die einzelnen Tage wird hier noch folgen. Stationen der Reise waren: Tel Aviv (u.a. Bauhausviertel), Jaffa, Caesarea Maritima, Haifa, Akko, Nazaret, See Genezaret, Tabgha, Kafarnaum, Hippos/Susita, Betlehem, Jericho, Qumran, Jerusalem (Grabeskirche, Ölberg, Haram es-Sharif, Kotel, Yad Va-Shem, Israelmuseum). Der ausführliche Verlauf findet sich hier.

Tagesbericht 15.03.2022

Tagesbericht 17.03.2022

Tagesbericht 18.03.2022

Tagesbericht 19.03.2022

Tagesbericht 20.03.2022

Tagesbericht 22.03.2022

Tagesbericht 23.03.2022

Gruppenfoto Ölberg
Die Reisegruppe auf dem Ölberg vor dem Jerusalem-Panorama (c) Thomas Hieke
Gruppenfoto Knesset-Menora
Die Reisegruppe vor der Knesset-Menora von Benno Elkan (c) Thomas Hieke

Br. Dr. Johannes Roth OFM mit Lehrauftrag im SoSe 2022 in Mainz

Foto: Kirchenbote

Im Sommersemester 2022 wird die Abteilung Altes Testament tatkräftig unterstützt durch Br. Dr. Johannes Roth OFM, der eine Vorlesung mit dem Titel „Abraham – an der Wurzel dreier Religionen“ anbietet.

Von 2008 bis 2013 absolvierte er an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen sein Studium der Katholischen Theologie und promovierte von 2016 bis 2020 an der WWU Münster und der Universität Osnabrück über Genesis 22. Seine Dissertation ist 2021 unter dem Titel „‚Sie gingen, sie beide gemeinsam.‘ – Gen 22 in der neueren Exegese und in Predigttexten“ in der Reihe Osnabrücker Studien zur Jüdischen und Christlichen Bibel (OSJCB) in Göttingen erschienen.

Er hat an folgenden Projekten und Publikationen mitgearbeitet: „Bielefelder Bibel“ und „Das biblische Israel“, die beide im Herder-Verlag erschienen sind und von Prof.in Dr.in Melanie Peetz herausgegeben wurden.

Seit 2014 ist er Mitglied der Deutschen Franziskanerprovinz (OFM) und seit 2019 deren Vize-Kommissar des Heiligen Landes. In dieser Funktion hat er 2021 die Neuauflage des Pilgergebetbuchs „Lauda Jerusalem“ herausgegeben, das im Bonifatius-Verlag erschienen ist.

Weitere Informationen.

WiBiLex: Homosexualität (AT)

Im Wissenschaftlichen Bibellexikon im Internet (WiBiLex) steht ein neuer Artikel zum Thema "Homosexualität (AT)" zur Verfügung. Auf der Basis mehrerer vorausgehender Studien behandelt Prof. Dr. Thomas Hieke ein Thema, das es so eigentlich nicht gibt: Das heutige Konzept von Homosexualität als vom Menschen nicht selbst gewählte, sondern an sich entdeckte sexuelle Orientierung sowie als verantwortliche Partnerschaft gleichberechtigter Menschen, die das gleiche Geschlecht haben, war so in der Antike nicht bekannt. Insofern kennt auch die Bibel dieses Konzept nicht und kann es somit auch nicht verurteilen. Wie man die wenigen Texte des Alten Testaments, die überhaupt in diese Richtung gehen könnten, angemessener verstehen kann, zeigt der Artikel auf (hier geht es zum WiBiLex-Artikel). Entsprechende Stellen im Neuen Testament werden von Dr. habil. Stefan Scholz in einem eigenen Artikel, "Homosexualität (NT)", behandelt.

Vortrag über Pessach, Pascha, Ostern online

Für alle, die den Livestream am 13. Dezember verpasst haben: Das Studium generale hat unter diesem Link ein Video mit dem Gemeinschaftsvortrag von Prof. Hieke und Prof. Franz zu "Pessach, Pascha, Ostern" veröffentlicht.

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Vom Mythos zum Ritus: Pessach, Pascha, Ostern

Im Rahmen der Interdisziplinären Vorlesungsreihe "Mythen und Rituale – Zur Aktualität kultureller Traditionen" des Studium generale der JGU Mainz kommen am 13. Dezember 2021 der Alttestamentler Prof. Dr. Thomas Hieke und der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Ansgar Franz zu Wort, die ihrem gemeinsamen Vortrag den Titel "Vom Mythos zum Ritus: Das Beispiel Pessach – Pascha – Ostern" gegeben haben.

Das Alte Testament fasst die Erzählungen vom Pessachfest und die Bestimmungen zu seiner Feier in Texte: Beides, Geschichten und Anordnungen, werden in gleichsam mythischer Urzeit beim Auszug der Kinder Israels aus Ägypten verankert (Exodus 12–13). Im weiteren Verlauf der Bibel werden diese Texte in Kalendern, ergänzenden Vorschriften und wenigen Erzählungen rezipiert. Aus diesen "Ur-Texten" erwachsen zwei unterschiedliche, für die jeweilige Gemeinschaft zentrale "Ur-Feiern": im Judentum das Fest Pessach/Seder (in Verbindung mit dem Fest der Ungesäuerten Brote, Mazzot), im Christentum die Paschavigil/Osternacht. Der Vortrag will den Transformationsprozess untersuchen, wie aus dem erzählten Mythos der Bibel ein vollzogener Ritus der christlichen Glaubensgemeinschaft wird.

Prof. Dr. Thomas Hieke und Prof. Dr. Ansgar Franz
"Vom Mythos zum Ritus: Das Beispiel Pessach – Pascha – Ostern"
Zum Vortragsexposé.

Termin: Montag, 13.12.2021, 18:15 Uhr
Link zum Livestream

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Juliane Eckstein als neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Wir freuen uns zum 1. Oktober 2021 unsere neue Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Frau Dr. theol. Dipl.-dolm. Juliane Eckstein an der Abteilung Altes Testament begrüßen zu dürfen!

Vor ihrem Theologie-Studium hat Frau Eckstein bereits eine Ausbildung zur Diplom-Dolmetscherin in Leipzig abgeschlossen. Ihr Interesse an Sprache und Sprachwissenschaft setzte sich während ihres Studiums an der LMU München fort, wo sie 2020 über schwer verständliche Begriffe im Ijob-Buch unter Hinzuziehung einer für die alttestamentliche Exegese erstmals angewendeten Methodik promovierte. Sie ist Mitglied im Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ des Synodalen Weges.

Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit!

Bibel und Homosexualität

Auf seiner privaten Homepage hat Prof. Dr. Thomas Hieke seine bisherigen Beiträge zum Thema "Bibel und Homosexualität" (v.a. aus alttestamentlicher Perspektive) zusammengestellt. Dort finden Sie auch eine inoffizielle Übersetzung der Passage zur Homosexualität aus dem Papier der Päpstlichen Bibelkommission: «Che cosa è l’uomo?» (Sal 8,5) Un itinerario di antropologia biblica (Nr. 185-195).

 

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The Oxford Handbook of Ritual and Worship in the Hebrew Bible

The Oxford Handbook of Ritual and Worship in the Hebrew BibleIm Netz der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist nun "The Oxford Handbook of Ritual and Worship in the Hebrew Bible" (ed. Samuel E. Balentine) online zugänglich (Link). In diesem wichtigen Handbuch hat Prof. Dr. Thomas Hieke den Beitrag "Ritual Experts and Participants in the Ancient Near East and the Hebrew Bible" verfasst. Darin geht es um die Rollen und Aufgaben von mit der Durchführung von Ritualen beauftragten und darin geschulten Fachleuten (Könige, Priesterinnen, Priester, Kultdiener*innen usw.) sowie von Teilnehmerinnen und Teilnehmern am Kult in der Hebräischen Bibel und ihrem kulturellen Umfeld des Alten Orients und des Alten Ägyptens.

Thomas Hieke zur Segensverweigerung (Interview auf radio klassik Stephansdom)

 Im Rahmen der Sendereihe Achtung Bibel!“ von radio klassik Stephansdom sprach Stefanie Jeller am Mittwoch, den 31. März 2021, mit Thomas Hieke über Homosexualität in der Bibel und die Segensverweigerung für homosexuelle Paare:

Segensverweigerung – eine Entwürdigung.

„Natürlich sind heterosexuelle Beziehungen zur Zeugung von Nachkommen der Plan Gottes. So steht das in der Bibel, und so machen das auch die allermeisten Menschen.“ Aber, sagt der Bibelwissenschaftler der Universität Mainz Thomas Hieke, es stehe nicht in der Bibel, „dass dies der einzige Plan Gottes mit dem Phänomen menschlicher Sexualität sei“. Thomas Hieke macht auf den Unterschied zwischen modernen Partnerschaften und jenen der Bibel aufmerksam: „Das heutige Konzept von Homosexualität als eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft auf Augenhöhe mit gegenseitiger Verantwortlichkeit und Wertschätzung kennt die Bibel nicht – wie sie im Übrigen auch nicht heutige Vorstellungen einer monogamen heterosexuellen Ehe kennt.“

Warum aber sollte man gleichgeschlechtlichen Paaren den Segen verweigern, wie es kürzlich aus der Glaubenskongregation verlautbart wurde? Dazu sagt der Mainzer Bibelwissenschaftler: „Selbst wenn gewisse Kreise glauben bestimmte Personen nicht segnen zu können bzw. zu dürfen, heißt das noch lange nicht, dass sich Gott an diese Interpretationen anschließt und ebenfalls den Segen verweigert.“ Letztlich können Menschen andere nicht von Gottes Segen fernhalten. Das Problem liege vielmehr auf der zwischenmenschlichen Seite, betont Thomas Hieke: „Die Verweigerung des Segenszeichens ist eine subtile und daher umso gravierendere Entwürdigung der Ausgeschlossenen.“

Den Beitrag können Sie hier nachhören.