Aktuelles

"A great commentary in an impressive series!"

Rezension von Erhard S. Gerstenberger, Marburg, zum Levitikus-Kommentar von Prof. Dr. Thomas Hieke (Levitikus: Erster Teilband, 1-15; Zweiter Teilband, 16-27, Herders Theologischer Kommentar zum Alten Testament, Freiburg 2014) in der Review of Biblical Literature der SBL.

Eselinerzählung

Benedict Schöning
Die Prüfung Bileams in Num 22,21–35. Die Eselinerzählung kanonisch gelesen
in: Protokolle zur Bibel 24, Nr. 2 (2015) 95-117.

Gastvortrag von Prof. Dr. Walter Groß am 02.10.2015

Prof. Dr. Walter Groß (Universität Tübingen)

Alttestamentliche Fehlübersetzungen mit theologischer Langzeitwirkung

Veranstalter: Akademie Erbacher Hof gemeinsam mit der Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Aktuelles | Verschlagwortet

Wer bin ich, ihn zu verurteilen

Stephan Goertz (Hg.),
Wer bin ich, ihn zu verurteilen. Homosexualität und katholische Kirche
(Katholizismus im Umbruch 3), Freiburg i. Br.: Herder, 2015.

Zur Verlagsseite.

Im dritten Band der Reihe "Katholizismus im Umbruch" beleuchten die Autorinnen und Autoren das Thema der Homosexualität aus verschiedenen theologischen, sowie human- und sozialwissenschaftlichen Perspektiven. Ziel ist es, zu einer theologisch-ethischen Neubewertung der Homosexualität als Variante menschlicher Beziehungsfähigkeit zu gelangen.

Prof. Dr. Thomas Hieke (Alter Orient/Altes Testament) und Dr. Andrea Klug (Ägyptologie) haben in diesem Band den Beitrag verfasst "Kennt und verurteilt das Alte Testament Homosexualität?". Dieser Beitrag ist als Leseprobe auf dem Münsteraner Forum für Theologie und Kirche online abrufbar.

Neuerscheinung im Juli 2015

Hubert Irsigler
„Denk an deinen Schöpfer“. Studien zum Verständnis von Gott, Mensch und Volk im Alten Testament
(SBAB 60), Stuttgart: Katholisches Bibelwerk, 2015.

In anthropologisch orientierten Texten des Alten Testaments zeigt sich explizit, wie Gottes- und Menschenbilder ineinandergreifen. Anders aber als in der universalisierenden Weisheitstradition ist Gott in den alttestamentlichen Erwählungs- und Geschichtstraditionen zuerst und vor allem der Gott Israels, des JHWH-Volkes. Im Streit um Israels Selbstverständnis geht es immer auch um das Gottesverhältnis Israels.

Zur Verlagsseite.

Emotionen im Hohelied

Melanie Peetz
Emotionen im Hohelied. Eine literaturwissenschaftliche Analyse hebräischer Liebeslyrik unter Berücksichtigung geistlich-allegorischer Auslegungsversuche
(Herders Biblische Studien 81), Freiburg i.Br.: Herder, 2015.

Das Hohelied hat in der Antike die Rabbinen ebenso fasziniert wie die Kirchenväter. Bis heute fesselt diese Sammlung lyrischer Liebeslieder die Leser durch ihre Bilder voller Sinnlichkeit und Erotik. Erstaunlicherweise ist bisher wenig erforscht, wie und warum das Hohelied die Leser- und Hörerschaft emotional packt. Die vorliegende Studie entdeckt als Strategie eine große Offenheit des Textes: Leerstellen und die Mehrdeutigkeit von Bildern ermöglichen, ja verführen dazu, dass die Rezipienten sich mit ihrer eigenen Gefühlswelt einklinken und die Emotionen weiter spinnen. Die Studie untersucht die Emotionalität des Hoheliedes auch unter Einbeziehung neuerer Ergebnisse der psychologischen Emotionalitätsforschung. Die Studie prüftdarüber hinaus, inwieweit das Hohelied allegorisch verstanden werden kann.

Frau Prof. Dr. Melanie Peetz publiziert in diesem Buch ihre Habilitationsschrift, die unter der Betreuung von Prof. Dr. Thomas Hieke angefertigt und von der Katholisch-Theologischen Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz im Jahr 2014 angenommen wurde.

Zur Verlagsseite.

Neuerscheinung im Juni 2015

Frank-Lothar Hossfeld / Erich Zenger
Neigt euer Ohr den Worten meines Mundes" (Ps 78,1).
Studien zu Psalmen und Psalter
herausgegeben von Christoph Dohmen und Thomas Hieke
Stuttgart: Katholisches Bibelwerk 2015, 328 S.

»Das Psalmenbuch als Zeugnis leidenschaftlicher Gott-Suche« zu präsentieren, hat Erich Zenger einmal als zentrale Aufgabe der Psalterexegese bezeichnet. Psalterexegese bedeutet die Abkehr vom beschränkten Blick auf den einzelnen Psalm hin zur Aufmerksamkeit für die Komposition des Psalmenbuchs. Was dieser Wechsel von der Psalmenexegese zur Psalterexegese bedeutet, zeigt sich in den in diesem Band zusammengestellten Beiträgen von Frank-Lothar Hossfeld und Erich Zenger zu bestimmten Psalmen oder Psalmengruppen.

Zur Verlagsseite.

Gastvortrag von Prof. Dr. Ulrich Berges am 24.06.2015

Prof. Dr. Ulrich Berges (Universität Bonn)

"Gott hat ihn treffen lassen die Schuld von uns allen“ (Jes 53,6b) – Schuld, Stellvertretung und Versöhnung im Jesajabuch

Mittwoch, 24. Juni 2015, 18:15 Uhr, Hs 13, Forum 7, J.-J.-Becher-Weg 4

Abstract:

Dieser Vers aus der jüdischen Bibel, dem Alten Testament, ist einer der prägenden Aussagen, die in der christlichen Tradition auf Jesus von Nazareth gedeutet werden. Aber wer stand historisch hinter dem Gottesknecht von Jesaja 53, einem Text vom Ende des 6. Jh.s v. Chr.? Und muss Schuld nicht immer persönlich verantwortet werden, wie sie auch nach Kant keine übertragbare Größe ist, sondern die "allerpersönlichste"? Zugleich ist nicht zu bestreiten, dass es neben der individuellen Schuld auch kollektive Schuldzusammenhänge gibt, die Gesellschaften nach innen und außen belasten. Der Text von Jes 53 in kollektiver Perspektive gedeutet, liefert wichtige Hinweise für die Bereitschaft, Schuldverstrickungen wahrzunehmen und Versöhnungsstrategien zu eröffnen.

Veranstalter: Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät in Zusammenarbeit mit dem Studium generale

Zur Seite des Studium generale.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Aktuelles | Verschlagwortet

Intermezzi mit Impulsen zu den Chagall-Fenstern im Sommer 2015

Von Juni bis Juli werden einige der anläßlich des Chagall-Jubiläums in St. Stephan angebotenen Intermezzi mit Impulsen zu den Chagall-Fenstern von den Studierenden des Seminars von Prof. Hieke gestaltet.  Die Intermezzi bestehen aus Orgelspiel und Textimpuls und beginnen um 11:55 Uhr.

Termine und Themen:

Mi 24.06.: Adam und Eva
Mi 01.07.: Abraham und Sara
Mi 08.07.: Mose
Mi 15.07.: Debora
Mi 22.07.: David

Gastvortrag von Prof. DDr. Georg Braulik O.S.B. am 11.05.2015

Prof. P. DDr. Georg Braulik O.S.B. (Universität Wien)

Lohnverweigerung und Sippenhaftung. Zu Schuld und Strafe im Gesetz Moses

Montag, 11. Mai 2015, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Abstract:

Der Kampf um den zustehenden Lohn und der gewaltsame Zugriff totalitärer Staaten auf die Verwandtschaft eines Straftäters haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Der Vortrag möchte anhand zweier Fallstudien in das alttestamentliche Ganzheitsdenken von Schuld und Strafe einführen. Nach einem Vergleich der beiden Rechtssätze mit ihren literarischen Vorlagen in den Gesetzeskorpora des Pentateuchs, den sogenannten fünf Büchern Moses, werden sie in ihrem theologischen Zusammenhang dargestellt. Die Lohnauszahlung an den Tagelöhner erweist sich dabei als Teil einer Sozialgesetzgebung des fünften Buches Moses, des Deuteronomiums, die eine Gesellschaft ohne marginale Gruppen, also ohne "Arme", entwirft. Das Verbot der Sippenhaftung aber schreibt juristisch fest, was in einer geschichtlich schweren Stunde Israels durch prophetischen Rechtsspruch zur Gewissheit geworden war: Es gibt keine von den "Vätern" verursachte Kollektivschuld für die "Söhne", sondern nur einen Tat-Folge-Zusammenhang für jeden Einzelnen in Schuld wie in Verdienst.

Veranstalter: Gemeinsam mit dem Studium generale im Rahmen des Themenschwerpunkts "Schuld und Strafe"

Zur Seite des Studium generale.

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Aktuelles | Verschlagwortet