Vorträge

Vortrag über Kohelet am 24.04.2019

Vortrag m Rahmen der Mainzer Universitätsgespräche zum Thema "Lebensphasen des Meschen" des Studium generale:

Prof. Dr. Thomas Hieke

»… die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch«. Kohelet über Freude, Alter und Tod

Mittwoch, 24. April 2019, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Abstract:

Kohelet (Prediger) ist ein Buch über die Suche nach dem wahren Glück. Eine der grundlegenden Aussagen Kohelets besteht darin, dass wahres Glück nicht nur auf menschliche Anstrengung zurückzuführen ist. Vielmehr kommt die Fähigkeit eines Menschen, zu essen und zu trinken und in seinem Tun Erfüllung zu finden, letztendlich aus Gottes Hand (siehe Koh 2,24). Kohelet wendet dieses Prinzip auf jede Phase des menschlichen Lebens an. In seinem letzten Gedicht (Koh 11,9–12,7) beschreibt der Autor das Unbehagen des Alters und den Weg des Menschen zum Tod: die Jahre, von denen jemand sagen wird: ″Ich mag sie nicht.″ Kohelet ermahnt den jungen Mann, sich an seinen Schöpfer zu erinnern (Koh 12,1), um das wahre Glück vor Gott zu finden: die Freude und das Vergnügen, das Gott gibt und das auch in der letzten Phase des hohen Alters gültig bleiben wird.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe.

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Preisverleihung an Ehepaar Collins am 28.05.2018

Im Rahmen der Verleihung des Gutenberg Research Award 2018 durch das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) an das Ehepaar Colins halten die Preisträger Vorträge zu ihren Spezialgebieten:

John J. Collins (Yale University)
"The Relevance of the Old Testament for Modern Society"

Adela Yarbro Collins (Yale University)
"The Relevance of the New Testament for the Role of Women in Church and Society"

Ort: Campus, Hochschule für Musik, Roter Saal, 18 Uhr

Zur Begründung der Preisvergabe.

Zum Bericht über die Preisverleihung.

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Vortrag zur biblischen Schöpfungsrede am 15.12.2016

Prof. Dr. Thomas Hieke (JGU Mainz, Katholisch-Theologische Fakultät)

"Alles nur Mythos? Impulse für heutiges Handeln aus biblischer Schöpfungsrede"

(im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung „Schöpferischer Kosmos“)

Ort: Alte Mensa, Auditorium Maximum
Veranstalter: PD Dr. Dr. Stefan Seit (FB 05 Philosophisches Seminar)

Abstract:

Die Schöpfungsrede der Bibel ist Mythos, aber positiv verstanden: Die Erzählungen suchen nach dem Sinn der vorfindlichen Welt, nach Orientierung zur Interpretation der vielen Daten und nach Ideen zum Handeln. Welche Impulse strahlen die Sinnstiftungsmodelle der Bibel für heutiges Denken und Handeln aus? Biblische Schöpfungsrede ist ein „Gegentext“.

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Vortrag zu Tod und Sterben im AT am 06.01.2016

Prof. Dr. Thomas Hieke

„Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück“ - Tod und Sterben im Alten Testament

Veranstalter: Studium generale gemeinsam mit der Abteilung für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät

Abstract:

Mit Tod und Sterben beschäftigt man sich nicht so gerne. Dennoch sollte man gelegentlich darüber nachdenken, schließlich wird man früher oder später damit konfrontiert. Die Bibel liefert dazu eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung: Zunächst sind die Texte in ferner historischer Distanz entstanden, und man kann darüber neutral und aus literarischem und kulturgeschichtlichem Interesse reflektieren. Begibt man sich in diese ferne Welt hinein, so wird man merken, wie diese uralten Erfahrungen dem eigenen Leben dann doch sehr nahekommen.
Der Vortrag geht aus vom Stoff, aus dem die Menschen sind, und zeigt dann auf, wie der Tod als absolute Grenze, als Schrecken und der Mensch als vergängliches Wesen erfahren und literarisch gestaltet werden. Sodann werden das Begräbnis und die Vorstellungen über die Unterwelt (Scheol) ins Auge gefasst. Andererseits kennt das Alte Testament auch das »normale«, nicht als Problem empfundene Sterben: »alt und lebenssatt«. Die Sterblichkeit unterscheidet den Menschen noch von Gott, ansonsten ist der Mensch, wie Gott selbst in Gen 3,22 sagt, »geworden wie wir, er erkennt Gut und Böse«. Der Mensch ist das Wesen auf Erden, das um seine Sterblichkeit weiß und über den Tod nachdenkt. Von daher stellt sich auch die Frage nach einer möglichen Überwindung von Tod und Sterblichkeit – dazu gibt es im Alten Testament nur ganz wenige Spuren in jüngeren Texten, denen der Vortrag abschließend nachgeht.

Zur Seite des Studium generale.

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Gastvortrag von Prof. Dr. Walter Groß am 02.10.2015

Prof. Dr. Walter Groß (Universität Tübingen)

Alttestamentliche Fehlübersetzungen mit theologischer Langzeitwirkung

Veranstalter: Akademie Erbacher Hof gemeinsam mit der Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU

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Gastvortrag von Prof. Dr. Ulrich Berges am 24.06.2015

Prof. Dr. Ulrich Berges (Universität Bonn)

"Gott hat ihn treffen lassen die Schuld von uns allen“ (Jes 53,6b) – Schuld, Stellvertretung und Versöhnung im Jesajabuch

Mittwoch, 24. Juni 2015, 18:15 Uhr, Hs 13, Forum 7, J.-J.-Becher-Weg 4

Abstract:

Dieser Vers aus der jüdischen Bibel, dem Alten Testament, ist einer der prägenden Aussagen, die in der christlichen Tradition auf Jesus von Nazareth gedeutet werden. Aber wer stand historisch hinter dem Gottesknecht von Jesaja 53, einem Text vom Ende des 6. Jh.s v. Chr.? Und muss Schuld nicht immer persönlich verantwortet werden, wie sie auch nach Kant keine übertragbare Größe ist, sondern die "allerpersönlichste"? Zugleich ist nicht zu bestreiten, dass es neben der individuellen Schuld auch kollektive Schuldzusammenhänge gibt, die Gesellschaften nach innen und außen belasten. Der Text von Jes 53 in kollektiver Perspektive gedeutet, liefert wichtige Hinweise für die Bereitschaft, Schuldverstrickungen wahrzunehmen und Versöhnungsstrategien zu eröffnen.

Veranstalter: Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät in Zusammenarbeit mit dem Studium generale

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Intermezzi mit Impulsen zu den Chagall-Fenstern im Sommer 2015

Von Juni bis Juli werden einige der anläßlich des Chagall-Jubiläums in St. Stephan angebotenen Intermezzi mit Impulsen zu den Chagall-Fenstern von den Studierenden des Seminars von Prof. Hieke gestaltet.  Die Intermezzi bestehen aus Orgelspiel und Textimpuls und beginnen um 11:55 Uhr.

Termine und Themen:

Mi 24.06.: Adam und Eva
Mi 01.07.: Abraham und Sara
Mi 08.07.: Mose
Mi 15.07.: Debora
Mi 22.07.: David

Gastvortrag von Prof. DDr. Georg Braulik O.S.B. am 11.05.2015

Prof. P. DDr. Georg Braulik O.S.B. (Universität Wien)

Lohnverweigerung und Sippenhaftung. Zu Schuld und Strafe im Gesetz Moses

Montag, 11. Mai 2015, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Abstract:

Der Kampf um den zustehenden Lohn und der gewaltsame Zugriff totalitärer Staaten auf die Verwandtschaft eines Straftäters haben bis heute nichts an Aktualität verloren. Der Vortrag möchte anhand zweier Fallstudien in das alttestamentliche Ganzheitsdenken von Schuld und Strafe einführen. Nach einem Vergleich der beiden Rechtssätze mit ihren literarischen Vorlagen in den Gesetzeskorpora des Pentateuchs, den sogenannten fünf Büchern Moses, werden sie in ihrem theologischen Zusammenhang dargestellt. Die Lohnauszahlung an den Tagelöhner erweist sich dabei als Teil einer Sozialgesetzgebung des fünften Buches Moses, des Deuteronomiums, die eine Gesellschaft ohne marginale Gruppen, also ohne "Arme", entwirft. Das Verbot der Sippenhaftung aber schreibt juristisch fest, was in einer geschichtlich schweren Stunde Israels durch prophetischen Rechtsspruch zur Gewissheit geworden war: Es gibt keine von den "Vätern" verursachte Kollektivschuld für die "Söhne", sondern nur einen Tat-Folge-Zusammenhang für jeden Einzelnen in Schuld wie in Verdienst.

Veranstalter: Gemeinsam mit dem Studium generale im Rahmen des Themenschwerpunkts "Schuld und Strafe"

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