Vorträge

Vortrag über Pessach, Pascha, Ostern online

Für alle, die den Livestream am 13. Dezember verpasst haben: Das Studium generale hat unter diesem Link ein Video mit dem Gemeinschaftsvortrag von Prof. Hieke und Prof. Franz zu "Pessach, Pascha, Ostern" veröffentlicht.

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Vom Mythos zum Ritus: Pessach, Pascha, Ostern

Im Rahmen der Interdisziplinären Vorlesungsreihe "Mythen und Rituale – Zur Aktualität kultureller Traditionen" des Studium generale der JGU Mainz kommen am 13. Dezember 2021 der Alttestamentler Prof. Dr. Thomas Hieke und der Liturgiewissenschaftler Prof. Dr. Ansgar Franz zu Wort, die ihrem gemeinsamen Vortrag den Titel "Vom Mythos zum Ritus: Das Beispiel Pessach – Pascha – Ostern" gegeben haben.

Das Alte Testament fasst die Erzählungen vom Pessachfest und die Bestimmungen zu seiner Feier in Texte: Beides, Geschichten und Anordnungen, werden in gleichsam mythischer Urzeit beim Auszug der Kinder Israels aus Ägypten verankert (Exodus 12–13). Im weiteren Verlauf der Bibel werden diese Texte in Kalendern, ergänzenden Vorschriften und wenigen Erzählungen rezipiert. Aus diesen "Ur-Texten" erwachsen zwei unterschiedliche, für die jeweilige Gemeinschaft zentrale "Ur-Feiern": im Judentum das Fest Pessach/Seder (in Verbindung mit dem Fest der Ungesäuerten Brote, Mazzot), im Christentum die Paschavigil/Osternacht. Der Vortrag will den Transformationsprozess untersuchen, wie aus dem erzählten Mythos der Bibel ein vollzogener Ritus der christlichen Glaubensgemeinschaft wird.

Prof. Dr. Thomas Hieke und Prof. Dr. Ansgar Franz
"Vom Mythos zum Ritus: Das Beispiel Pessach – Pascha – Ostern"
Zum Vortragsexposé.

Termin: Montag, 13.12.2021, 18:15 Uhr
Link zum Livestream

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Vortrag über Kohelet am 24.04.2019

Vortrag m Rahmen der Mainzer Universitätsgespräche zum Thema "Lebensphasen des Meschen" des Studium generale:

Prof. Dr. Thomas Hieke

»… die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch«. Kohelet über Freude, Alter und Tod

Mittwoch, 24. April 2019, 18:15 Uhr, Hörsaal N 1 (Muschel)

Abstract:

Kohelet (Prediger) ist ein Buch über die Suche nach dem wahren Glück. Eine der grundlegenden Aussagen Kohelets besteht darin, dass wahres Glück nicht nur auf menschliche Anstrengung zurückzuführen ist. Vielmehr kommt die Fähigkeit eines Menschen, zu essen und zu trinken und in seinem Tun Erfüllung zu finden, letztendlich aus Gottes Hand (siehe Koh 2,24). Kohelet wendet dieses Prinzip auf jede Phase des menschlichen Lebens an. In seinem letzten Gedicht (Koh 11,9–12,7) beschreibt der Autor das Unbehagen des Alters und den Weg des Menschen zum Tod: die Jahre, von denen jemand sagen wird: ″Ich mag sie nicht.″ Kohelet ermahnt den jungen Mann, sich an seinen Schöpfer zu erinnern (Koh 12,1), um das wahre Glück vor Gott zu finden: die Freude und das Vergnügen, das Gott gibt und das auch in der letzten Phase des hohen Alters gültig bleiben wird.

Weitere Informationen zur Vortragsreihe.

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Preisverleihung an Ehepaar Collins am 28.05.2018

Im Rahmen der Verleihung des Gutenberg Research Award 2018 durch das Gutenberg Forschungskolleg (GFK) an das Ehepaar Colins halten die Preisträger Vorträge zu ihren Spezialgebieten:

John J. Collins (Yale University)
"The Relevance of the Old Testament for Modern Society"

Adela Yarbro Collins (Yale University)
"The Relevance of the New Testament for the Role of Women in Church and Society"

Ort: Campus, Hochschule für Musik, Roter Saal, 18 Uhr

Zur Begründung der Preisvergabe.

Zum Bericht über die Preisverleihung.

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Vortrag zur biblischen Schöpfungsrede am 15.12.2016

Prof. Dr. Thomas Hieke (JGU Mainz, Katholisch-Theologische Fakultät)

"Alles nur Mythos? Impulse für heutiges Handeln aus biblischer Schöpfungsrede"

(im Rahmen der Interdisziplinären Ringvorlesung „Schöpferischer Kosmos“)

Ort: Alte Mensa, Auditorium Maximum
Veranstalter: PD Dr. Dr. Stefan Seit (FB 05 Philosophisches Seminar)

Abstract:

Die Schöpfungsrede der Bibel ist Mythos, aber positiv verstanden: Die Erzählungen suchen nach dem Sinn der vorfindlichen Welt, nach Orientierung zur Interpretation der vielen Daten und nach Ideen zum Handeln. Welche Impulse strahlen die Sinnstiftungsmodelle der Bibel für heutiges Denken und Handeln aus? Biblische Schöpfungsrede ist ein „Gegentext“.

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Vortrag zu Tod und Sterben im AT am 06.01.2016

Prof. Dr. Thomas Hieke

„Denn Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück“ - Tod und Sterben im Alten Testament

Veranstalter: Studium generale gemeinsam mit der Abteilung für Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät

Abstract:

Mit Tod und Sterben beschäftigt man sich nicht so gerne. Dennoch sollte man gelegentlich darüber nachdenken, schließlich wird man früher oder später damit konfrontiert. Die Bibel liefert dazu eine gute Möglichkeit zur Vorbereitung: Zunächst sind die Texte in ferner historischer Distanz entstanden, und man kann darüber neutral und aus literarischem und kulturgeschichtlichem Interesse reflektieren. Begibt man sich in diese ferne Welt hinein, so wird man merken, wie diese uralten Erfahrungen dem eigenen Leben dann doch sehr nahekommen.
Der Vortrag geht aus vom Stoff, aus dem die Menschen sind, und zeigt dann auf, wie der Tod als absolute Grenze, als Schrecken und der Mensch als vergängliches Wesen erfahren und literarisch gestaltet werden. Sodann werden das Begräbnis und die Vorstellungen über die Unterwelt (Scheol) ins Auge gefasst. Andererseits kennt das Alte Testament auch das »normale«, nicht als Problem empfundene Sterben: »alt und lebenssatt«. Die Sterblichkeit unterscheidet den Menschen noch von Gott, ansonsten ist der Mensch, wie Gott selbst in Gen 3,22 sagt, »geworden wie wir, er erkennt Gut und Böse«. Der Mensch ist das Wesen auf Erden, das um seine Sterblichkeit weiß und über den Tod nachdenkt. Von daher stellt sich auch die Frage nach einer möglichen Überwindung von Tod und Sterblichkeit – dazu gibt es im Alten Testament nur ganz wenige Spuren in jüngeren Texten, denen der Vortrag abschließend nachgeht.

Zur Seite des Studium generale.

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Gastvortrag von Prof. Dr. Walter Groß am 02.10.2015

Prof. Dr. Walter Groß (Universität Tübingen)

Alttestamentliche Fehlübersetzungen mit theologischer Langzeitwirkung

Veranstalter: Akademie Erbacher Hof gemeinsam mit der Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät der JGU

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Gastvortrag von Prof. Dr. Ulrich Berges am 24.06.2015

Prof. Dr. Ulrich Berges (Universität Bonn)

"Gott hat ihn treffen lassen die Schuld von uns allen“ (Jes 53,6b) – Schuld, Stellvertretung und Versöhnung im Jesajabuch

Mittwoch, 24. Juni 2015, 18:15 Uhr, Hs 13, Forum 7, J.-J.-Becher-Weg 4

Abstract:

Dieser Vers aus der jüdischen Bibel, dem Alten Testament, ist einer der prägenden Aussagen, die in der christlichen Tradition auf Jesus von Nazareth gedeutet werden. Aber wer stand historisch hinter dem Gottesknecht von Jesaja 53, einem Text vom Ende des 6. Jh.s v. Chr.? Und muss Schuld nicht immer persönlich verantwortet werden, wie sie auch nach Kant keine übertragbare Größe ist, sondern die "allerpersönlichste"? Zugleich ist nicht zu bestreiten, dass es neben der individuellen Schuld auch kollektive Schuldzusammenhänge gibt, die Gesellschaften nach innen und außen belasten. Der Text von Jes 53 in kollektiver Perspektive gedeutet, liefert wichtige Hinweise für die Bereitschaft, Schuldverstrickungen wahrzunehmen und Versöhnungsstrategien zu eröffnen.

Veranstalter: Abteilung Altes Testament der Katholisch-Theologischen Fakultät in Zusammenarbeit mit dem Studium generale

Zur Seite des Studium generale.

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